Fernando de Noronha
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Fernando de Noronha ist eine zu Brasilien gehörende Inselgruppe im Atlantik. Die Inselgruppe ist vulkanischen Ursprungs, hat eine Gesamtfläche von 26 Quadratkilometern und etwa 2000 Einwohner.
Die größte Insel, die ebenfalls Fernando de Noronha heißt, wurde Anfang des 16. Jahrhunderts von Portugiesen entdeckt (sie war das "Utopia" des Thomas Morus) und sowohl von Portugal als auch Brasilien als Strafkolonie genutzt. 1942 wurde die Inselgruppe wegen ihrer strategischen Lage zum Bundesterritorium Brasiliens erklärt und diente den USA als Marinebasis im Zweiten Weltkrieg. Seit 1988 gehört sie wieder zum Bundesstaat Pernambuco.
Zu den wirtschaftlich nutzbaren Rohstoffen des Archipels zählen Guano und Salz. Heute basiert die Wirtschaft der Insel hauptsächlich auf den Einnahmen aus einem ökologischen Tourismus.
Taucher und Schnorchler finden dort geeignete Reviere. An der Westküste liegen einige der schönsten Strände Brasiliens, die wegen der relativen Abgeschiedenheit der Insel und der hohen Preise fast immer einsam sind. Die Insel ist so klein, dass man fast überall zu Fuß hingehen kann. Es bestehen tägliche Flugverbindungen nach Recife.
Wegen ihrer biologischen Vielfalt wurden die Inseln und die küstennahen Gewässer 2001 von der UNESCO zum Weltnaturerbe erklärt. Unter anderen leben dort tropische Seevögel, Delfine, Haie und seltene Meeresschildkröten.

